Open Science Day 2022

Willkommen auf der Seite des Open Science Day, organisiert von der Mainzer Open Science Initiative am Psychologischen Institut der JGU Mainz. Hier gibt es mehr Infos zum den Programmpunkten und den Workshopinhalten.

Programm

 

14:30 Uhr Informeller Austausch bei Kaffee & Kuchen (alle Teilnehmenden sind hier schon herzlich Willkommen!)
15:15 Uhr Begrüßung, Vorstellung der Workshops
15:45 Uhr Pause
15:50 Uhr Workshops
16:50 Uhr Pause
17:00 Uhr Schlussrunde
17:30 Uhr optional: gemeinsames Abendessen im Baron (dafür bitte bis zum 12. Juni anmelden unter mopsi-psy@uni-mainz.de)

 

Workshops

 

Open Science in der Lehre (Henrik Bellhäuser)
Um die zukünftige Generation von Forschenden auf offene Forschungspraktiken vorzubereiten, ist es notwendig, Open Science bereits im Studium zu thematisieren. Dabei müssen viele Entscheidungen getroffen werden: Legt man den Schwerpunkt auf Probleme bisheriger Forschung ("replication crisis") oder auf Handlungsoptionen für die Zukunft ("credibility revolution"); sind Inhalte zu Open Science besser in Pflichtveranstaltungen oder in freiwilligen Wahlveranstaltungen zu behandeln; sollte Open Science in jeder Veranstaltung fachspezifisch einen kleinen Anteil ausmachen oder lieber unspezifisch in eine eigenständige Veranstaltung ausgelagert werden?
Solche und ähnliche Fragen sollen in diesem Workshop thematisiert werden.

Präregistrierungen (Tisa Bertlich & Fiona Kazarovytska)
Präregistrierungen gehören zu den wichtigsten Maßnahmen zur Sicherung transparenter Forschung und zur Reduzierung von fragwürdigen Forschungspraktiken. In diesem Workshop besprechen wir, warum Präregistrierungen so wichtig sind, welche verschiedenen Plattformen für Präregistrierungen verwendet werden können und welche verschiedenen Formen von Präregistrierungen es geben kann. Anhand von Beispielen wollen wir uns mit besseren und schlechteren Präregistrierungen vertraut machen und darüber diskutieren, welche Hürden und Herausforderungen es beim Erstellen von Präregistrierungen geben kann.

Dokumentation von Studien (Stefan Berti)
Tom ist Doktorand in der Psychologie und will für seine erste Studie im Rahmen seiner Promotion die Daten öffentlich zugänglich machen. Gesagt - getan? Leider nicht: Wer immer in Toms Position ist, stellt schnell fest, dass es gar nicht so leicht ist, ein Projekt so zu dokumentieren, dass es für Außenstehende auch nachvollziehbar ist - und die Daten wirklich weiter verwertbar sind. Der Versuch, die Daten nachträglich in eine kommunizierbare und damit transparente Form zu bringen, ist so zeitaufwändig, dass Tom frustriert aufgibt. Dann trifft Tom auf Tina: Tina hat gerade mit ihrem Promotionsprojekt begonnen und plant ihre erste Studie. Auch sie findet die Prinzipien von Open Science toll und möchte diese in ihre Forschung integrieren. Doch Tom berichtet ihr von seinen - eher frustrierenden - Erfahrungen. Im Laufe eines Kaffees stellen beide aber fest, dass es gerade zu Beginn einer Studie - also in der Planungsphase - einige Möglichkeiten gibt, die Dokumentation von Beginn an mit einzuplanen und damit - nicht nur für andere Wissenschaftler sondern auch für sich selbst - alle Schritte des Forschungszyklus transparent und nachvollziehbar zu halten. Was gibt es für Möglichkeiten der Dokumentation von Forschungsprojekten? Das wollen wir gemeinsam - optimaler Weise auch bei einem Kaffee - diskutieren und zusammentragen.

Theoriebildung (Felicitas Flade)
Belastbare empirische Befunde und ein transparenter Forschungsprozess machen Forschung besser, ersetzen aber nicht die Rolle von Theorien in der Wissensbildung. Theorien integrieren empirische Einzelbefunde und abstrahieren damit von Beobachtungen. Ihr Ziel ist es, systematische Regelmäßigkeiten in der Welt zu beschreiben, und daraus Erklärungen abzuleiten. Umgekehrt stellen empirische Tests die Gültigkeit von Theorien auf die Probe. Das ist jedoch nur möglich, wenn Theorien testbar sind. In diesem Workshop geht es darum, wann Theorien in diesem Sinne "gute" Theorien sind. Dafür sehen wir uns an, aus welchen Elementen Theorien bestehen, und erarbeiten uns diese anhand eines Beispiels.